Geschichte und Kultur

Die Geschichte von Zypern reicht weit. Wenn man an die Wurzeln gehen möchte, muss man 10.000 Jahre (und noch weiter) zurück gehen. Angefangen hat die Geschichte Zyperns mit der Zuwanderung der mykenischen Griechen vor etwa 3.500 Jahren. Diese haben dort die mitgebrachte Zivilisation aufgebaut und damit die Wurzeln des griechischen Zyperns gesät.

Nachdem die Griechen die Insel bevölkerten, kamen bald auch schon die Phönizier, Assyrer, Ägypter, Römer, Franken, Venezianer, Osmanen und Briten hinzu und brachten ihre kulturellen Einflüsse mit.

Genau diese Einflüsse machen die Insel so einzigartig. So findet man auf Zypern prähistorische Siedlungen, klassische griechische Tempel, römische Theater und Villen, byzantinische Kirchen und Klöster, frühchristliche Basilisken, Kreuzfahrer-Kastellen, gotische Kathedralen, Gebäude aus der britischen Kolonialzeit, venezianische Festungen, sowie muslimische Moscheen.

Unesco Weltkulturerbe

In den Museen und Galerien sind viele dieser einflussreichen Elemente ausgestellt. Viele Sehenswürdigkeiten der Mittelmeerinsel wurden von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Die Einflüsse der jeweiligen Kulturen spiegeln sich nicht nur in den Gebäuden, sondern auch in der kulinarischen Ausrichtung des Landes wieder.

Weihnachten

Während die meisten Feiertage, wie Ostern oder Neujahr genau so gefeiert werden wie in Deutschland, ist das Weihnachtsfest an einem anderen Tag. Die Zyprioten feiern Weihnachten am 25. Dezember, bei dem es wiederum ähnlich zugeht wie bei uns. Kirchliche Veranstaltungen, geschmückte Häuser, ein opulentes Weihnachtsfestmahl und natürlich auch Geschenke. Die Weihnachtszeit endet auf Zypern am 6. Januar. ​

Neujahr

Das Neujahrsfest hat auf Zypern einen wunderbaren Brauch. Am Tag der Jahreswende wird ein großes Brot namens Vasilopitta gereicht. In diesem Brot ist irgendwo eine Münze versteckt – und wer beim Essen diese Münze findet, dem wird nachgesagt, dass er im nächsten Jahr mit viel Glück gesegnet ist. Ein schöner Brauch, oder?

Ostern

Bevor die Osterzeit beginnt, startet die Fastenzeit. In dieser Zeit wird kein Fleisch gegessen, weswegen in vielen Restaurants nicht nur fleischfreie, sondern zum Teil sogar vegane Alternativen gereicht werden. Die Fastenzeit beginnt nach dem „Klaren Montag“, direkt nach dem Karnevalssonntag. Der Montag gilt als Feiertag, an dem man gemeinsam in die Felder geht und mit Süßigkeiten, Früchten, Wein und Gemüse gefeiert und gegessen wird. Das Osterfest heißt auf griechisch „lambri“, was so viel wie „heller Tag“ bedeutet. Es wird mit Prozessionen, Gottesdiensten und traditionellen Spielen gefeiert – und zwar mit der ganzen Familie. Der Ostersonntag gilt als Familiensonntag – da kommt die gesamte Familie zusammen und feiert mit einem großen Festmahl den Tag. In der Regel wird das Fest mit Lammfleisch vom Spieß und Wein zelebriert. 

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